Die Anfänge

Seit ca. 120 Jahren gibt es den organisierten Fußball. In Zellingen so weisen verlässliche Aufzeichnungen hin, wurde erstmals 1928, seinerzeit unter den Namen FC Zellingen Fußball als Wettkampf betrieben. 1938 schloss sich der Verein der TG Zellingen an und es wurde, da ja Krieg war, nur sporadisch der geliebte Fußballsport ausgeübt.

Neues Leben in Fußball blüht auf, als aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrende Fußballer sich in kürzester zeit wieder zusammenfanden und den Wunsch hegten, wieder dem runden Leder nachzujagen. Auf Initiative von engagierten Fußballpionieren, u.a. Ludwig Kretzer, Franz Härth, Toni Stegmeier, Friedel Gehrig, Adam Edelhäuser, Dankmar Brendel, Willi Gerschütz, Alfred Höchst, Rudolf Ziegler, Willhelm Endrich, Ernst Kuhn, ging man in diesem Kreis daran, eine Gründungsversammlung durchzuführen. So gründeten im Jahre 1946 – in schwerer Zeit – einige getreue Fußballer den heutigen FSV Zellingen. Der FSV war hiermit nach Kriegsende der erste sporttreibende Verein in Zellingen. Zum Gründungsvorsitzenden wurde der aktive Spieler, spätere langjährige 1. Vorsitzende und Ehrenvorsitzende Franz Härth gewählt. Die teils überragende Rolle der 1. Mannschaft in den Nachkriegsjahren ist sicherlich noch vielen älteren Fußballfreunden bekannt. So gab es bereits im Gründungsjahr Fußballspiele gegen prominente Gegner, wie Turu Düsseldorf aus der Westdeutschen Oberliega. Probleme gab es zum damaligen Zeitpunkt wegen eines geeigneten Sportgeländes. Man spielte in den ersten Jahren auf einem viel zu kleinen Fußballfeld direkt unterhalb des alten Sportplatzes in unmittelbarer Mainnähe. Aus diesem Grunde pachtete der FSV Zellingen im Jahre 1948 eine Wiese in der Nähe des damaligen Sägewerkes Pfister, um so eine Notlösung zu schaffen.

Bis 1954 konnte hier der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden. Da diese Lösung jedoch auf Dauer gesehen für den Verein und auch den Schulsport nicht tragbar war, beschloss der Gemeinderat unter Vorsitz des 1. Bgm. Josef Endrich das Sportgelände an der Badstraße zu errichten. Mit unzähligen freiwilligen und unentgeltlichen Arbeitsstunden wurde der Fußballplatz verschönert. Im Jahre 1965 gab sich der Verein eine neue, den Erfordernissen der Zeit angepasste Satzung.

Vom 9. – 13. Juni 1966 konnte der FSV in einem Fest seinen 20. Geburtstag feiern und bei diesem Anlass auch die von den Mitgliedern gespendete Fahne feierlich weihen. Voller Stolz durfte der Fußballverein im selben Jahr eine der ersten Flutlichtanlagen im Landkreis sein Eigen nennen. Anschließend mit dem nun vorhandenen Durchblick wurde man im Jahre 1967 Meister der B-Klasse KAR und stieg in die A-Klasse auf. Leider währte dieses Gastspiel in dieser Klasse nur ein Jahr. Nicht zu vergessen in dieser Spielzeit, die Derby’s mit dem TSV Retzbach vor jeweils gut 600 Zuschauern.

fahne

Die Jahre ab 1971

1971
galt es, das 25-jährige Jubiläum des FSV zu feiern, drei Tage herrschte reger Festbetrieb im Festzelt am Main. „König Fußball“ stand wie immer im Mittelpunkt.

1972
glückte der 1. Mannschaft des FSV erneut der Aufstieg in die A-Klasse. Auch hier dauerte die Zugehörigkeit nur ein Jahr.

1973
musste der FSV den allzu frühen Tod seines Vorsitzenden Franz Härth hinnehmen.

1975
1. Vorsitzender Jörg Heilmann empfahl den Vereinsmitgliedern, sich nach einem geeigneten Grundstück für einen Sportplatz umzuhören, um es eventuell für den Verein zu erwerben.

1976
Stolz präsentiert sich der FSV zu seinem 30-jährigen Grundungsfest. Der Vereinsausschuss beschließt, für das 30-jährige Jubiläum in einheitlicher Festkleidung anzutreten (graue Hose, schwarzer Sakko). Wieder wurden vier Tage in Festzelt in der Mainallee gebührend gefeiert. Die 1. Mannschaft spielte gegen die Würzburger Kickers. Am Sonntag erfolgte ein großer Festzug durch Zellingen, bei dem der komplette Vereinsausschuss in einheitlicher Festkleidung besonders hervorstach- Gr0ße Aufregung herrschte am Montag, ein Unwetter sorgte für eine böse Abkühlung, wobei das Festzelt erheblich beschädigt wurde.

1977
1. Weinfest in Zellingen durch den Fußballverein an der Bachbrücke in der Vorstadt.

1978
wurde der Sportplatz des FSV unter großem Arbeitseinsatz seiner Mitglieder gründlich renoviert, mit Drainagen versehen, neu angesät, eingezäunt und eine pumpe zur Bewässerung installiert. Aufgrund dieser optimalen Voraussetzungen wurden mit der Gemeinde ein Pachtvertrag für die Sportplatzbenutzung auf 25 Jahre abgeschlossen.

1979
Das langjährige Fußball-Vereinslokal „Zur goldenen Traube“ schließt. Als neues Vereinslokal wählte man die Sportgaststätte in der TV-Halle.

1983
wurde der Ausweichplatz am Schwimmbad fertiggestellt.

1985
Nach 14-jähriger, äußerst erfolgreicher Tätigkeit als Vorsitzender des FSV erklärt Jörg Heilmann seinen Rücktritt und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1986
Großer Ehrenabend anlässlich des 40-jährigen Bestehens des FSV Zellingen mit vielen Ehrengästen und 10. Weinfest des FSV in der festlich geschmückten TV-Halle

1991
Ehrenabend für 45-jähriges Bestehen des FSV in der TV-Halle

1994
Erwerb eines Areals am Leinacher Weg zwecks späterem Sportplatzbaus

1995
Aufstieg der 1. Mannschaft in die B-Klasse mit den meistgeschossenen Toren aller Amateurmannschaften in Unterfranken

1996
Die Planung eines neuen Sportgeländes am Leinacher Weg mit zwei Plätzen und dem Bau eines Vereinsheimes nehmen konkrete Formen an. Man hofft beim FSV, bis zur Jahrtausendwende eine neue Anlage bieten zu können. Mit Stolz und Zufriedenheit kann der FSV auf die vergangenen 50 Jahre zurückblicken. Neben vielen Höhepunkten in sportlicher, sowie im gesellschaftlichen Vereinsleben galt es auch Krisen und Durststrecken zu bewältigen. Aber gerade in schwierigen Situationen hat der Verein immer bewiesen, Rückschläge in gemeinsamen Anstrengungen zu überwinden. Was dem Verein momentan große Sorgen bereitet, ist der fehlende Nachwuchs im Jugendbereich.

1999 – 2004: Bau des neuen Sportgeländes
Details siehe Verein/Sportgelände

Am 16.07.1999 wurde auf der Generalversammlung des FSV einstimmig der Bau der Sportanlage am Leinacher Weg beschlossen.

Ende des Jahres 2000 verkaufte die Gemeinde Zellingen den alten Fußballplatz des FSV an den Bauherren des geplanten Altenheimes.

Januar 2002 – Erteilung der Baugenehmigung für das Sportgelände am Leinacher Weg; die Planungen des FSV laufen auf Hochtouren.

18.06.2003 – Spatenstich am Sportgelände
07.08. und 08.08.2004 – Einweihung der Sportanlage mit Eröffnungsspiel und einem Sommerfest. Seitdem veranstaltet der FSV jedes Jahr im August ein 3-tägiges Sommerfest auf seiner Anlage. Der FSV Zellingen verfügte nun über ein modernes Sportgelände mit drei Rasenplätzen – Hauptspielfeld, Trainingsplatz mit 4 Flutlichtmasten, Kleinfeldplatz – Gerätehalle.

2006 – 2009: Bau des neuen Vereinsheims
Details siehe Verein/Sportgelände

Wo am 23.Juni 2006 die Bagger anrückten, konnten sich schon am 12. August 2007 erstmals Fußballspieler umziehen und duschen. Beim Sommerfest vom 11. bis 13. August 2007 übergab der FSV Zellingen das Untergeschoss des neu gebauten Vereinsheims seiner Bestimmung. Rund 22 mal 15 Meter Grundfläche und eine überdachte Terrasse mit 90 Quadratmetern Fläche mit einem perfekten Blick auf den Rasenplatz – ein beeindruckendes Gebäude – haben die ehrenamtlichen Helfer in rund 6.500 Arbeitsstunden „auf die Bodenplatte“ gestellt.

Zum ersten Bauabschnitt gehörten der Rohbau und der Ausbau des Untergeschosses. Dort sind Umkleide- und Duschräume für zwei Mannschaften und den Schiedsrichter, ein Vorstandszimmer, ein Jugend- und Tischtennisraum, ein Raum für den Platzwart und Geräte, ein Erste-Hilfe-Raum, Toiletten und der Technikraum eingerichtet.

2008/2009 wurde der Ausbau des Obergeschosses in Angriff genommen. Der Gymnastikraum mit Schwingboden (125 m²) wird für sportliche Aktivitäten und zusammen mit dem Gastraum für Veranstaltungen genutzt. Der moderne Gastraum (70 m²) mit Theke und Zapfanlage dient der Bewirtung von Gästen bei Heimspielen und Veranstaltungen. Die Küche und zwei Kühlräume grenzen an den Gastraum an. Für größere Veranstaltungen des Vereins und auch für Vermietungen (Hochzeits-, Geburtstagsfeiern etc.) hat der FSV nun perfekte Räumlichkeiten.

Am Sommerfest vom 08. bis 10.08.2009 wurde das Vereinsheim mit einem Festgottesdienst feierlich eingeweiht.

Der Bau von Sportgelände und Vereinsheim war nur möglich, weil viele Mitglieder unentgeltlich ihr Können und ihre Arbeitskraft für den Verein einsetzten. Federführend waren die Vorstände Karl-Heinz Wolf, Uwe Rohden, Rudi Anderlitschek und Jörg Heilmann. Uwe Rohden verstarb leider viel zu früh 2013.

2009: Wechsel der Vereinsführung
Die bisherige Vorstandschaft war seit Jahrzehnten für den Verein in verantwortlichen Positionen gestanden und hatte Neubau von Sportgelände und Vereinsheim gestemmt. Sie hatte verdient, entlastet zu werden. Die Mitgliederversammlung wählte Josef Bergmann und Hans Schuckert zu Vorsitzenden. Der FSV passte die Vereinssatzung den aktuellen Anforderungen an und gab sich eine Geschäftsordnung für die Aufgabenverteilung in der Vereinsführung.

2011: Aufstieg in die Kreisliga
Passend zu den erheblich verbesserten Möglichkeiten des Vereins kam ein sportlicher Aufschwung. Die I. Mannschaft stieg unter Spielertrainer Marco Rickert von der Kreisklasse in die Kreisliga auf. Das Relegationsspiel als Tabellenzweiter gewann man in Birkenfeld mit 7:1 gegen Esselbach/Steinmark. Erstmals seit 1970 spielte der FSV wieder höherklassig. In der ersten Saison erreichte die Mannschaft einen guten 7. Platz.

2013: Abstieg aus der Kreisliga
Leider konnte die Mannschaft den Erfolg nicht stabilisieren und stieg wieder in die Kreisklasse ab.

2014: Aufstieg in die Kreisliga
Aber schon im folgenden Jahr spielte der FSV unter dem neuen Trainer Andreas Schmidt eine überragende Saison und wurde überlegen Meister der Kreisklasse und stieg direkt wieder in die Kreisliga auf.